Nachklang

Online-Vortrag “Sibelius in Wien”

Der Vortrag über Zoom am 15.2.2021 war eine sehr inhaltsreiche Veranstaltung und stieß bei unseren Mitgliedern auf großes Interesse. Der Vortragende, Magister Ville Komppa, vermittelte die persönliche wie auch die musikspezifische Entwicklung von Sibelius in seinem Studienjahr in Wien 1890/91 sehr detailliert. Ausgehend vom familiären Hintergrund des späteren großen finnischen Komponisten und seinen ersten Kammermusik-Kompositionen führte er die Zuhörer in das Musik- und Gesellschaftsleben Wien‘s das Sibelius dort erwartete und das er als „juuri minun makuuni“ bezeichnete. Dort machten Konzertaufführungen u.a. von Beethoven’s und Bruckner’s Symphonien tiefen Eindruck auf ihn. Von seinen Kompositionslehrern Fuchs und Goldmark inspirierte ihn eindeutig letzterer und bestärkte ihn, seinen eigenen Stil – das spätere „Sibeliaanista tunnelma“ – weiter zu entwickeln. Das gelang Sibelius bereits im Frühjahr 1891 mit seiner Overtüre Alkusoitto E-duuri. Im Briefverkehr mit seiner damals Verlobten Aino Järnefelt schrieb er, dass ihn ein Spaziergang im Wienerwald zu einem Thema für seine Symphonische Dichtung Kullervo inspirierte.

Stammtisch

Am 28.7.2020 trafen wir uns nach einer längeren “Korona-Pause” endlich wieder einmal zu einem gemütlichen Stammtisch beim Allas Sea Pool.

Lesekreis am 12. September 2019

Beim ersten Lesekreis im heurigen Herbst am 12. September 2019 entbrannte eine lebhafte und anregende Diskussion über die bildhübsche Alma Mahler-Werfel (1879-1964).

Sie ist mit eigenen Liedkompositionen, aber vor allem durch ihre Ehen und Affären mit den bedeutendsten Künstlern ihrer Zeit und als Gastgeberin künstlerischer Salons bis heute in Erinnerung geblieben. Die Teilnehmer setzten sich zum Thema der damaligen Möglichkeiten von Frauen zum selbständigen Kunstschaffen neben starken Künstlernaturen, wie in diesem Fall dem berühmtesten Komponisten Gustav Mahler, auseinander. Der Abend klang in unterhaltsamer Stimmung aus.

Der Trafikant

Als letzte Veranstaltung im Frühjahr zeigte der Finnland-Österreich Verein in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Botschaft am 7. Mai 2019 den Film „Der Trafikant“ nach dem gleichnamigen Bestseller von Robert Seethaler.

Im bis auf den letzten Platz besetzten Vorführsaal im Goethe-Institut verfolgte das Publikum gespannt die ungewöhnliche Freundschaft zwischen dem 17-jährigen Franz und dem Stammkunden Sigmund Freud und ihre Ohnmacht angesichts der sich dramatisch zuspitzenden politisch-gesellschaftlichen Verhältnisse vor dem zweiten Weltkrieg.